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Donnerstag, 19. September 2013

Familienfreundliche Unternehmen haben die Nase vorn

Talkrunde mit Praxis-Beispielen im Rahmen der Unternehmenstage 2013
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Über ihre Erfahrungen zum Thema familienfreundliche Unternehmen sprachen Karin Glaab, Personalberaterin bei der Agentur für Arbeit, Dorothea Körfers, Leiterin des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann, die Moderatorinnen der Talkrunde Silke Uellendahl, Agentur für Arbeit, und Janina Mielke, Jobcenter Düsseldorf, der Installateur- und Heizungsbauermeister Andreas Lehmann, Ingrid Czulkies, Unternehmensberaterin der Handwerkskammer Düsseldorf, Britta Tigges vom Kompetenzzentrums Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann und Andreas Heil, Geschäftsleiter des Real-Warenhauses in Düsseldorf-Bilk, (von links).
Foto: Alois Müller/Abdruck honorarfrei

Düsseldorf – Wenn die Familienfreundlichkeit auf der Strecke bleibt, gehen kluge Köpfe zur Konkurrenz. So lautete eines der Fazits der Talkrunde „Familienfreundliche Unternehmen investieren in die Zukunft“. Die Veranstaltung in der Agentur für Arbeit Düsseldorf fand im Rahmen der Unternehmenstage 2013 statt. Über ihre praktischen Erfahrungen mit diesem Thema berichteten Andreas Heil, Geschäftsleiter des Real-Warenhauses in Düsseldorf-Bilk, Installateur- und Heizungsbauermeister Andreas Lehmann aus Oberhausen, Karin Glaab, Personalberaterin bei der Agentur für Arbeit, sowie Ingrid Czulkies, Unternehmensberaterin der Handwerkskammer Düsseldorf. Unter den Zuhörern der Talkrunde waren überwiegend Personalverantwortliche kleiner und mittelständischer Unternehmen.

Die Beispiele aus der Praxis machten deutlich: Flexibilität rechnet sich für den Arbeitgeber genauso wie für den Arbeitnehmer. „Es ist ein Geben und ein Nehmen“, so Installateur Andreas Lehmann, der seinen Mitarbeitern bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeiten viel freie Hand lässt. Auf großes Interesse bei den Gästen stieß auch das Beispiel von Andreas Heil: In seinem Warenhaus wird derzeit eine junge Mutter in Teilzeit ausgebildet. Das sei zunächst eine Herausforderung gewesen, doch nachdem die Rahmenbedingungen von beiden Seiten abgesprochen wurden, funktioniere das Konzept einwandfrei. „Ich glaube, dass eine Teilzeit-Ausbildung in allen Branchen möglich ist“, erklärte Heil. Als Arbeitgeber müsse man sich auf aktuelle Gegebenheiten einstellen. Dazu zählt, dass rund 45 Prozent aller Beschäftigten in die Betreuung von Kindern oder Angehörigen eingebunden ist.

Karin Glaab von der Agentur für Arbeit hat in ihrem Haus die Erfahrung gemacht, dass immer mehr Frauen schon früh nach der Geburt ihres Kindes in den Beruf zurückkehren wollen. Da sie aber in der Regel nicht voll arbeiten könnten, müsse man als Arbeitgeber flexibel sein. Als Beispiele nannte sie einen Telearbeitsplatz sowie die Möglichkeit, dass sich drei Teilzeitbeschäftigte zwei Stellen teilen. Allerdings ist das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht nur für Frauen interessant, so Ingrid Czulkies von der Handwerkskammer: „Seit der Einführung der Elternzeit gibt es eine erhöhte Nachfrage auch bei Männern.“ Gerade im Handwerk sei der Fachkräftemangel schon deutlich spürbar. „Die Erfahrung zeigt, dass familienfreundliche Unternehmen bei der Rekrutierung von Mitarbeitern die Nase vorn haben.“

Warenhaus-Chef Andreas Heil skizzierte die Wünsche der Mitarbeiter so: „Der Job muss ins Lebensumfeld passen und nicht umgekehrt.“ Auch Installateur Andreas Lehmann kann sich nicht über mangelnde Bewerber beklagen. „Es spricht sich rum und viele Monteure sähen die Vorteile in der flexiblen Arbeitszeitgestaltung.“ Diese sei im Übrigen auch gut für die Kunden: „Unsere Kunden sind in der Regel ja ebenfalls berufstätig und wissen zu schätzen, wenn wir auch nach 16 Uhr oder ganz früh morgens Termine vergeben.“ Das Resümee von Dorothea Körfers, Leiterin des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann. „Die Beispiele aus der Praxis haben gezeigt, dass familienbewusste Arbeitsbedingungen die Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter steigern."

Unternehmenstage 2013 – Innovative Personalpolitik

Die „Unternehmenstage 2013 – Innovative Personalpolitik“ vom 9. bis 19. September in Düsseldorf und dem Kreis Mettmann sind ein gemeinsames Projekt des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann, der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Wirtschaftsförderung des Kreises Mettmann, der Gleichstellungsstellen, der IHK Düsseldorf, der Arbeitsagenturen und Jobcenter und kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie weiterer zahlreicher Kooperationspartnerinnen und -partner. Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW ist die Schirmherrin der Unternehmenstage. Die Themen der Veranstaltungen reichen von Fachkräfte- und Nachwuchsgewinnung, familienorientierter Personalpolitik und Frauen in Führungspositionen bis hin zu betrieblich unterstützter Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.

Nähere Informationen sowie eine Übersicht der Veranstaltungen gibt es im Internet unter www.unternehmenstage.de oder unter der Telefonnummer: 0211 17302 27.

Landesinitiative Frau und Wirtschaft

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann ist Teil der Landesinitiative „Frau und Wirtschaft“. Trägerin des Kompetenz-zentrums ist die Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH. Die Initiative umfasst 16 Kompetenzzentren, eines in jeder Arbeitsmarktregion Nordrhein-Westfalens. Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter verfolgt mit den Kompetenzzentren das Ziel, die Erwerbquote von Frauen nachhaltig zu steigern und die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern zu verbessern. Mit dem Kompetenzzentrum setzen sich die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Kreis Mettmann gemeinsam für die Verwirklichung dieser Ziele in der Region ein.

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Dr. Marie-Christine Frank
Public Relations
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Tel.: 0211.17302-446
Fax: 0211.17302-104
Mobil: 0173.4825735

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