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Donnerstag, 12. September 2013

Vereinbarkeit von Pflege und Beruf: Vorteile für Unternehmen und Beschäftigte

Projektvorstellung: Stadt Velbert, Diakonisches Werk und MECU Metallhalbzeug als Vorreiter
 Die Gleichstellungsbeauftragte Claudia Weiß, Dagmar Czerny, Geschäftsführerin von „Pflege zu Hause - Diakoniestation Niederberg“, und MECU-Geschäftsführerin Sabine Lindner-Möller (von links) stellen ihr Projekt „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ vor.
Foto: Alois Müller/Abdruck honorarfrei

Velbert/Düsseldorf – Die Arbeit gewissenhaft erledigen und zu Hause ein Familienmitglied pflegen: Diese Doppelbelastung ist für Berufstätige ein Balanceakt. In Velbert gibt es das Projekt „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“, das sich genau mit diesem Thema beschäftigt und Betroffenen Hilfe anbietet. Die Initiatoren sind die Stadt Velbert, das Diakonische Werk im Kirchenkreis Niederberg sowie das Velberter Unternehmen MECU Metallhalbzeug. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Unternehmenstage 2013 – Innovative Personalpolitik“ des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann berichteten sie jetzt über erste Erfahrungen.

„Wir hatten selber einen Mitarbeiter, der unter der Doppelbelastung Pflege und Beruf litt und dem wir damals noch nicht helfen konnten“, schilderte MECU-Geschäftsführerin Sabine Lindner-Möller die Entstehung des Projekts. Doch das sollte sich ändern. Durch Kontakte der Gleichstellungsbeauftragten Claudia Weiß entstand das Netzwerk mit dem Diakonischen Werk. Wenn nun ein Mitarbeiter ein pflegebedürftiges Familienmitglied hat, wird er sofort aufgefangen und an Fachleute verwiesen. Die Kosten für die erste Beratungsstunde des Diakonischen Werks übernimmt MECU. „Dabei werden die akuten Fragen beantwortet: Wo finde ich die passende Unterstützung? Wie kann ich selbst entlastet werden? Wie werden die Hilfen finanziert?“, sagt die Geschäftsführerin von „Pflege zu Hause - Diakoniestation Niederberg“, Dagmar Czerny. Weitere Kernpunkte des Projektes sind regelmäßige Informationsveranstaltungen, zum Beispiel zum Thema Demenz, Entlastungsangebote, Kurse und Schulungen für pflegende Angehörige sowie Hilfe im Haushalt. MECU stellt die Mitarbeiter zu diesen Terminen frei.

Die Unterstützung für die Mitarbeiter hat auch für MECU nur Vorteile, wie Lindner-Möller betont. „Durch die organisierte Hilfe ist die Mitarbeiterbindung viel größer geworden. Der Kopf ist für den Job wieder freier und damit bleibt auch die Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters erhalten.“ Bisher ist das Projekt noch klein, aber es wird bald Schule machen. Da ist sich Dagmar Czerny ganz sicher: „In zehn bis 15 Jahren wird dieses Projekt eine andere Dimension haben.“ Der demographische Wandel wird andere Unternehmen zum Handeln zwingen. „MECU hat schon vorgemacht, wie es gehen kann und wie alle Beteiligten - Betriebe und Mitarbeiter - davon profitieren“, lobt Dorothea Körfers, Leiterin des Kompetenzzentrums, das Engagement des mittelständischen Unternehmens.

Unternehmenstage 2013 – Innovative Personalpolitik

Die „Unternehmenstage 2013 – Innovative Personalpolitik“ vom 9. bis 19. September in Düsseldorf und dem Kreis Mettmann sind ein gemeinsames Projekt des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann, der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Düsseldorf, der Wirtschaftsförderung des Kreises Mettmann, der Gleichstellungsstellen, der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf, der Arbeitsagenturen und Jobcenter und kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie weiterer zahlreicher Kooperationspartnerinnen und -partner. Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW ist die Schirmherrin der Unternehmenstage. Die Themen der Veranstaltungen reichen von Fachkräfte- und Nachwuchsgewinnung, familienorientierter Personalpolitik und Frauen in Führungspositionen bis hin zu betrieblich unterstützter Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.

Nähere Informationen sowie eine Übersicht der Veranstaltungen gibt es im Internet unter www.unternehmenstage.de oder unter der Telefonnummer: 0211 17302 27.

Landesinitiative „Frau und Wirtschaft“

Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann ist Teil der Landesinitiative „Frau und Wirtschaft“. Trägerin des Kompetenzzentrums ist die Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH. Die Initiative umfasst 16 Kompetenzzentren, eines in jeder Arbeitsmarktregion Nordrhein-Westfalens. Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter verfolgt mit den Kompetenzzentren das Ziel, die Erwerbquote von Frauen nachhaltig zu steigern und die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern zu verbessern. Mit dem Kompetenzzentrum setzen sich die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Kreis Mettmann gemeinsam für die Verwirklichung dieser Ziele in der Region ein.

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Pressekontakt

Dr. Marie-Christine Frank
Public Relations
m.frank-competentia@zwd.de
Tel.: 0211.17302-446
Fax: 0211.17302-104
Mobil: 0173.4825735

Herausgeberin:
Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann
c/o ZWD GmbH
Postfach 10 55 05
40046 Düsseldorf
Konrad-Adenauer-Platz 9
competentia@zwd.de
www.competentia.nrw.de/Duesseldorf-Mettmann

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Die Unternehmenstage 2013 werden durchgeführt von: